Gute Vorsorge - versichert bei Putton

Mittwoch, 26. Januar 2011

Millionen Versicherte sind verunsichert: Die Rendite aus ihren Kapitallebens- und Renten-Policen schrumpft immer weiter. Trotzdem raten Verbraucherschützer meist notgedrungen zum Durchhalten.

Für 2011 sieht sich etwa jeder zweite Lebensversicherer wegen des Dauerzinstiefs gezwungen, spürbar weniger Überschussbeteiligung zu zahlen. Für ihre Kunden heißt das: Sie kriegen einmal deutlich weniger Geld heraus.
Für Neuabschlüsse sieht es noch düsterer aus. Der momentane Garantiezins von 2,25 Prozent soll drastisch abgesenkt werden auf 1,75 Prozent. Ob die Senkung bereits im Sommer kommt, noch dazu in dieser Höhe, oder vielleicht erst 2012/2013, ist bislang noch offen.
"Finger weg von neuen Policen, egal wie hoch ihr Garantiezins liegt", sagt Hajo Köster vom Bund der Versicherten. Sie seien zur Altersvorsorge "völlig ungeeignet, heute mehr denn je". Dazu wichtige Fragen und Antworten.

Wie hoch sind die Einbußen?

Im Schnitt sinkt die Verzinsung 2011 auf 4,08 Prozent, wie der Fachdienst Map-Report ermittelt hat. 2010 lag sie noch bei 4,23 Prozent. Je nach Anbieter müssen die Besitzer der gut 90 Mio. Policen Einschnitte hinnehmen, teilweise um bis zu 0,4 Prozentpunkte. Wer bei den Branchenriesen Allianz oder R+V versichert ist, soll 4,1 (Vorjahr: 4,3) Prozent an Überschusszinsen erhalten. Für andere Kunden bleibt der Stand unverändert.

Warum müssen Versicherer knausern?

Das Zinstief macht ihnen arg zu schaffen. An den Kapitalmärkten ist kaum mehr was zu verdienen. Fast 88 Prozent der etwa 727 Mrd. EUR Kundengeldern sind jedoch in festverzinslichen Papieren angelegt. Die Börsenrallye ging den meisten Versicherern durch die Lappen, weil sie mit Aktien viel vorsichtiger sind als noch vor Jahren. Bleiben die Zinsen niedrig, laufen finanzschwache Gesellschaften Gefahr, nicht einmal mehr den Garantiezins erwirtschaften zu können oder pleite zu gehen.

Was ist der Garantiezins?

Kunden wissen beim Abschluss nur genau, was sie einzahlen müssen. Aber nicht, was in Euro und Cent herauskommt. Zugesichert wird ihnen nur der Garantiezins. Für Altverträge gibt es 4 Prozent, für Neuverträge 2,25 Prozent, in Zukunft wohl nur noch 1,75 Prozent. Doch der Garantiezins komme nicht voll beim Sparer an, warnt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Stuttgart. Verwaltungskosten nagen an der Garantie, oft muss ein ganzer Prozentpunkt abgezogen werden.

Was sind Überschüsse?

Diese bekommen Sparer zusätzlich zum Garantiezins als Bonus in Aussicht gestellt. Völlig unverbindlich. Jedes Jahr legt ein Versicherer neu fest, wie hoch die Überschussbeteiligung ausfällt. Je nach Finanzmarktentwicklung und Wirtschaften kann es damit auf- oder auch abwärts gehen, wie derzeit der Fall. Wer 25, 30 Jahre lang bis zum Ende durchhält, bekommt außerdem eine Schlussbeteiligung ausgezahlt - allerdings wiederum abhängig von der Finanzlage des Versicherers.

Was können verärgerte Kunden tun?

Langjährige, steuerfreie Policen sollten auf keinen Fall gekündigt werden, rät Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. Auch nicht auf die Gefahr hin, dass die Verzinsung in den nächsten Jahren noch weiter absinkt. Stornieren ist immer teuer. Nur wer vor kurzem erst bei einem schlechten Anbieter eine Lebens- oder Rentenpolice unterschrieben hat, sollte die Reißleine ziehen und kündigen.

Gibt es Alternativen zum Storno?

Ja, beispielsweise versuchen, die Laufzeit zu verkürzen. Das hängt aber stark vom Anbieter ab. Möglich ist auch das Beitragsfreistellen der Police. Dabei fallen aber ebenfalls Stornoabzüge an. Zudem wird der Tarif neu berechnet, sinnvolle Zusatzversicherungen für Berufsunfähigkeit fallen weg. Ein mit eingeschlossener Unfalltod-Zusatz gehört dagegen gekündigt, weil er den Gewinn schmälert.

Info Putton berät, was am besten zu tun ist.

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